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Am Sonntag, 13. Oktober 2024, hatte das beliebte Volksfest nach 17 fröhlichen Festtagen zum letzten Mal seine Tore geöffnet. 4,6 Millionen Besucherinnen und Besucher sind in den vergangenen zwei Wochen auf den Wasen geströmt, um sich zu amüsieren, die Fahrgeschäfte auszuprobieren, in den Festzelten zu feiern und sich die vielen Leckereien schmecken zu lassen.
„Das Volksfest hat eine große Bedeutung für Stuttgart und die Region. Es ist nicht nur ein Fest der Freude und des Feierns, sondern auch ein enormer Wirtschaftsfaktor. 4.500 Menschen sind täglich auf dem Festplatz beschäftigt. In der Vor- und Nachbereitung, wie etwa beim Auf- und Abbau, kommen weitere 1.500 Beschäftigte hinzu“, sagt Thomas Fuhrmann, Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen. „Mit Blick auf das Gesamte sorgt das Volksfest für eine halbe Milliarde Euro Umwegrentabilität. So sind zum Beispiel viele Handwerker im Einsatz, die Hotels sind ausgebucht.“
Das Volksfest war dieses Jahr sehr gut besucht, obwohl das Wetter an einigen Tagen wechselhaft und kühl war. Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, freut sich über den hohen Zuspruch: „Das Volksfest spricht das ganze Land an und ist fest in der Gesellschaft verankert. Über die Jahre hinweg hat es sich zum Flaggschiff in Baden-Württemberg entwickelt.“
Darüber hinaus betont Kroll die mehr als 200-jährige Tradition des Festes mit seiner ganz eigenen Geschichte: „Die prächtig geschmückte Fruchtsäule steht für den Ursprung des Festes als Erntedankfest. Auch das Brauereigespann sowie der Volksfestumzug, den wir maßgeblich unterstützen, sind Teil der Tradition.“ Dazu gehöre aber auch, dass das Volksfest ein Fest für alle sei, so Kroll. Entsprechend fänden ganz unterschiedliche Gäste den Weg auf den Wasen, und das sei das Tolle daran.
Positiv aufgefallen ist, dass besonders viele Familien auf den Platz gekommen sind. „Nicht nur an den Familientagen waren viele Kinder zu sehen, sondern an allen anderen Tagen ebenso. Schön ist auch, dass vor allem um die Mittagszeit viele Rentnerinnen und Rentner das Fest besucht haben – zum Beispiel, um dort Mittag zu essen“, berichtet Marcus Christen, Abteilungsleiter für die Feste und den Cannstatter Wasen.
Der Feiertag am 3. Oktober 2024 (Tag der Deutschen Einheit) lockte rund eine halbe Million Besucher auf das Fest. Auch das darauffolgende lange Wochenende mit dem Brückentag war ein voller Erfolg. „Der Festplatz wird pro Tag vier- bis fünfmal umgeschlagen, deutlich öfter als bei anderen Festen. Auch am 1. Oktober 2024 sind vor und nach dem Champions-League-Spiel des VfB Stuttgart viele Fans auf den Wasen gekommen“, so Christen. Das Albdorf war wieder ein großer Anziehungspunkt. Obwohl erst zum zweiten Mal beim Volksfest dabei und zum dritten Mal auf dem Wasen, ist es bereits eine Instanz und ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Festes. „Die Regionalität wird sehr geschätzt. Die Besucherinnen und Besucher probieren sich gern durch die vielen Spezialitäten und genießen die gemütliche und urige Atmosphäre dort“, sagt Christen.
Auch Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Südwest Stuttgart zieht ein positives Fazit: „Die Marktkaufleute und Schaustellerbetriebe sind insgesamt sehr zufrieden. Der Krämermarkt ist weiterhin ein beständiger und stabiler Teil des Volksfestes. Hier gibt es Warenangebote, die nicht mehr so leicht erhältlich sind. Die Fahrgeschäfte auf dem Volksfest gehören zu den Besten der Branche. Vor allem die großen Attraktionen sind die Zugpferde. Uns ist aufgefallen, dass dieses Jahr besonders viele Familien gekommen sind. Das zeigt die Beliebtheit der Veranstaltung.“
Von Seiten der Festwirte berichtet Marcel Benz, stellvertretender Sprecher der Festwirte, von einem erfolgreichen 177. Cannstatter Volksfest. „Insgesamt wird friedlicher in den Zelten gefeiert, das haben wir gespürt und das freut uns“, so Benz. „Zahlenmäßig verzeichnen wir eine Steigerung zum vergangenen Jahr, sind aber noch nicht wieder auf dem Niveau vor Corona. Wir merken, wie wichtig so ein Fest in Krisenzeiten ist. Die Leute kommen, wollen feiern und die schlechten Nachrichten ausblenden. Alle strahlen, wenn sie ins Zelt kommen, das macht einfach Spaß.“
Als „Safer Space“ und niederschwelliger Anlaufpunkt für Mädchen und Frauen ist die Wasenboje mittlerweile ein fester Bestandteil auf dem Wasen. Marc Reinelt, Projektleiter der Wasenboje bei der Stadt Stuttgart, fasst zusammen: „Wir konnten mehr als 150 Frauen und Mädchen helfen, ein Viertel davon war in einer akuten Notsituation wie etwa Belästigung oder eine persönliche Krise. Zulauf hatten wir vor allem an den Wochenenden und abends. Mit der Wasenboje konnten wir einen Beitrag zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl auf dem Volksfest leisten. Danke an alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.“
Jörg Schiebe, Leiter des Polizeireviers 6 Bad Cannstatt, blickt auf ein sicheres Volksfest zurück: „Alles in allem war es ein friedliches Fest. Es hat im Vergleich zum vergangenen Jahr eine deutliche Abnahme bei den Straftaten und allen anderen Deliktsbereichen gegeben. Obwohl teilweise sehr viele Besucherinnen und Besucher auf dem Wasen waren, sind Taschendiebstähle durch die breiteren Feststraßen um 50 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Diebstähle insgesamt ist gleichgeblieben, die Aggressionsdelikte sind leicht, die Sexualdelikte deutlich zurückgegangen. Das liegt sicher daran, dass wir auf dem Platz präsent waren, die Leute uns wahrgenommen haben und die Menschen selbst sehr friedlich waren.“
Marcus Christen ist nicht nur darüber erleichtert, dass das Volksfest weitestgehend friedlich verlaufen ist, sondern freut sich außerdem darüber, dass die neuen Fahrgeschäfte so gut angenommen wurden. „Ein Großteil unserer Gäste geht nicht in die Zelte, sondern schlendert über den Platz, um die verschiedenen Attraktionen auszuprobieren oder etwas an den vielen Imbissen zu essen oder zu trinken“, erklärt Christen. Dabei zieht das zweitgrößte Volksfest der Welt nicht nur Besucher aus Stuttgart und der Region an, sondern ist auch sehr beliebt bei Gästen aus den europäischen Nachbarländern wie etwa der Schweiz, Österreich, den Benelux-Ländern und Italien. „Ebenso haben wir zehn Prozent mehr Reisebusse als im Vorjahr. Die Hotels in und um Stuttgart sind nicht nur an den Wochenenden, sondern auch unter der Woche ausgelastet“, so Christen.
Das Mehrwegbecher-System, das erstmals beim Frühlingsfest 2024 angewendet wurde, hat sich auch beim Volksfest bewährt. „Die Mehrwegbecher sorgen ganz klar für weniger Abfall auf dem Festplatz. Wenn man abends über den Platz läuft, ist es deutlich sauberer. Die Mülltonnen sind nie übergequollen. Das ist eine sehr gute Entwicklung, wir wollen das System auf jeden Fall weiterführen. Ich danke allen Imbissbetrieben dafür, dass sie den Mehraufwand mittragen“, so Christen.
Zum großen Finale findet am heutigen Sonntag wieder das traditionelle Musikfeuerwerk statt. Gegen 21:30 Uhr werden der mehrfache Pyrotechnik-Weltmeister Joachim Berner und sein Team ein funkelndes Spektakel an den Himmel über dem Festgelände zaubern. Ein Medley aus mitreißenden Songs wird das Farbenspiel am Himmel begleiten und für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen: „More Than You Know“ (Axwell & Ingrosso), „All Out of Fight“ (Pink), „Major Tom“ (Peter Schilling), „An Tagen wie diesen“ (Die Toten Hosen) und „The Final Countdown“ (Europe).
Die Zeit des Feierns auf dem Cannstatter Wasen ist für das Jahr 2024 zwar zu Ende. Im NeckarPark geht es im Herbst und Winter jedoch mit großartigen Konzerten, Shows und Sportveranstaltungen in der Schleyer-Halle und Porsche-Arena weiter. Von Mittwoch, 13. November 2024, bis Sonntag, 17. November 2024, trifft sich beispielsweise bei den Stuttgart German Masters die internationale Reitsport-Szene. Jede Menge sportliche Spannung und Unterhaltung sind hier garantiert.
Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt sorgt von Mittwoch, 27. November 2024, bis Montag, 23. Dezember 2024, wieder für eine stimmungsvolle Adventszeit in der Innenstadt. Ausgelassen in das neue Jahr gefeiert wird schließlich am Dienstag, 31. Dezember 2024, bei der großen Silvester-Party auf dem Schlossplatz.
Im kommenden Jahr stimmt dann das 85. Stuttgarter Frühlingsfest vom 19. April 2024 bis 11. Mai 2025 auf die Festsaison ein. Im Herbst 2025 öffnet schließlich das 178. Cannstatter Volksfest vom 26. September 2025 bis 12. Oktober 2025 seine Tore.
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Die Besucher verteilten sich auf Zelte, Biergärten und Straßen und flanierten gemütlich über das Gelände. Dabei waren in diesem Jahr auffällig viele Familien mit Kindern auf dem Fest unterwegs, Senioren und alle Altersklassen dazwischen.
Nach Schätzung der Festleitung kamen an den 16 Tagen bis einschließlich Sonntag, 3. Oktober 2024, 6,7 Millionen Gäste (2023: 7,2 Millionen) auf die Theresienwiese. Davon wurden auf der Veranstaltung „Oide Wiesn“ rund 430.000 Besucher gezählt (2023: 480.000).
Der Referent für Arbeit und Wirtschaft, Wiesnchef Clemens Baumgärtner sagte dazu: „Das Oktoberfest war in diesem Jahr besonders entspannt. Trotz der hohen Besucherzahlen ist die Zahl der Straftaten und Patienten gesunken. Unser Sicherheitskonzept ist mit Unterstützung der Polizei und Feuerwehr sowie unserer Partner aufgegangen. Ich hoffe, dass sich dieser Trend zu einem friedlichen und qualitätsbewussten Volksfest fortsetzt.“
Das Oktoberfest ist ein regionales Fest mit hoher internationaler Aufmerksamkeit. Der überwiegende Teil der Gäste kam nach wie vor aus München selbst oder dem Umland. Es waren wieder spürbar viele Besucher aus dem Ausland auf der Theresienwiese unterwegs. Die meisten internationalen Gäste kamen aus den USA, Italien, dem Vereinigten Königreich, Österreich, Polen, Frankreich, Schweiz, Spanien, den Niederlanden und erstmals vermehrt aus Indien. Um komplett in das Universum Oktoberfest einzutauchen, werfen sich Gäste aus Übersee gerne in Tracht, immer mehr in höherwertigen Modellen. Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte sind mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden.
Essen und Trinken
Der Trend zu qualitätsvollem Genuss hielt bis zum Schluss an. Ein Plus von rund 9 Prozent bei den Speisen meldeten die kleinen Zelte und die großen Wiesnwirte. Klassische bayerische Spezialitäten gehörten weiterhin zum Besuch auf der Wiesn dazu. Ungeschlagener Renner bleibt das Hendl. Die Gastronomie auf dem Oktoberfest folgt dem gesellschaftlichen Trend zu Bio-Kost, regionalen Produkten oder vegetarischen und veganen Schmankerln und bietet eine breitgefächerte Auswahl. Die Nachfrage hat sich auf ein gleichbleibendes Niveau eingependelt.
Die Oktoberfest-Gäste tranken nach Angabe der Festwirte rund 7 Millionen Maß Bier (2023: 7,2 Millionen). Die Nachfrage nach nicht-alkoholischer Getränken blieb auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Dabei setzten die Gäste vor allem auf Wasser, Apfelschorle und Spezi. Der Anteil des alkoholfreien Bieres am Gesamtausschank lag unverändert bei 4 bis 5 Prozent. Die Zelte waren gut gefüllt, aber nicht überfüllt, die Stimmung war zumeist feierfreudig entspannt. Die stärksten Tage waren traditionell die drei Samstage und der mittlere Sonntag (29. September 2024).
Straßenverkauf
Der Straßenverkauf meldet eine gute Geschäftsbilanz, trotz des in der zweiten Woche oftmals unfreundlichen Wetters. Die Mittagswiesn war regelmäßig stark besucht. Glasierte Früchte, Schoko-Herzen mit Figürchen, wie dem Münchner Kindl oder dem Engel Aloisius, wurden stark nachgefragt. Gebrannte Mandeln und Magenbrot sind Klassiker, die gerne für den Heimweg erworben werden. An den Familientagen war außerdem Zuckerwatte besonders gefragt. Renner im Straßenverkauf waren Bratwürste.
Her mit den Krügen
Das aufmerksame Ordnerpersonal nahm Andenkenjägern 98.000 Bierkrüge (2023: 115.600, 2022: 137.790) an den Ausgängen der Zelte sowie des Festgeländes ab (Hochrechnung bis Wiesn-Schluss).
Schaustellerei
Die Betreiber der Fahrgeschäfte zeigten sich trotz des wechselhaften Wetters sehr zufrieden und vermeldeten einen ähnlich starken Andrang wie im Vorjahr. Besonders gefragt bei der Jugend waren die „wilden“ Geschäfte, die für ordentliches Tempo und einen Adrenalin-Kick sorgten. An den Regentagen waren die Indoor-Fahrgeschäfte wie das Teufelsrad und die Geisterbahnen der Renner. Über den generationsübergreifenden Andrang von Familien mit Kindern, nicht nur an den beiden Familientagen und Sonntagen, freuten sich die Schausteller besonders.
Souvenirs
Bei den Souvenirs waren in diesem Jahr Filzherzen und Anstecker mit flotten Sprüchen bei den Festgästen besonders gefragt. Sehr beliebt waren wieder kleine Mitbringsel und Andenken, wie Pins oder Kühlschrankmagnete. Sweatshirts, T-Shirts und Krüge mit dem Oktoberfest-Motiv gingen ebenfalls gut über die Ladentheke. So war die Stofftasche mit dem diesjährigen Motiv schnell vergriffen und restlos ausverkauft.
Der Wiesn-Hit – Evergreens und Songs aus dem Konzertsommer
Es gibt inzwischen viele Hits, die zur Wiesn gehören und jedes Jahr wieder gespielt werden. Sie werden dieses Jahr ergänzt durch Neuzugänge aus dem Münchner Konzertsommer und der Fußball-EM wie Taylor Swifts „Shake it off“, „Viva la Vida“ von Coldplay oder „Major Tom“ von Peter Schilling.
Aus dem Behördenhof
Sicherheit ist ein Qualitätsmerkmal der Wiesn. Polizei, Feuerwehr, Sanitätsstation und alle weiteren beteiligten Behörden betonten die hervorragende Zusammenarbeit und die Sicherheitspartnerschaft mit den privaten Bewachungsunternehmen. Alle Sicherheitsbehörden loben die Besonnenheit der Besucher. Die Kontrollen an den Eingängen wurden problemlos akzeptiert. Alle Sicherheitskräfte berichten von sehr positiver Resonanz der Gäste, die sich bei Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsdienstmitarbeitern für ihre Präsenz bedanken und sich sicher fühlen auf der Wiesn. „Schee, dass Ihr da seids“. Zudem hoben Polizei, Sanitätsdienst und Jugendschutz positiv hervor, dass die Zahl der stark alkoholisierten Minderjährigen weiter zurückgegangen ist. Ordnungsdienst und Bedienungen sind für das Thema stark sensibilisiert. Jugendliche Besucher zeigten sich auffallend vernünftig und verantwortungsbewusst. Sie achten sehr aufeinander.
Polizei
Die Polizei spricht von einer harmonischen Wiesn mit rückläufigen Zahlen bei den Straftaten (-25,8 Prozent).
Feuerwehr
Das Oktoberfest 2024 verlief für die Branddirektion ohne gravierende Vorkommnisse. Lobend erwähnt wurde die Besucherlenkung durch die Durchsagen während der Sperrung des Bahnhofs Hackerbrücke und das umsichtige Handeln der Wirte, die sicherstellten, dass ihre Zelte rechtzeitig geschlossen wurden. Einem glücklichen Paar angelte die Feuerwehr den Verlobungsring aus einem Spalt wieder heraus.
Sanitätsstation
Die Aicher Ambulanz spricht von einem ruhigen Verlauf mit einem Einsatzrückgang um 29 Prozent.
Jugendschutz
Der Jugendschutz kümmerte sich bis zum 6. Oktober 2024 um insgesamt sechs alkoholisierte Minderjährige. Sieben verlorengegangene Kinder wurden betreut und 160 Eltern auf das Kinderwagenverbot nach 18:00 Uhr sowie an Samstagen und am Feiertag aufmerksam gemacht. Die Ordner zeigten sich sehr aufmerksam und brachten betrunkene Eltern mit Babys und Kleinkindern zum Jugendschutz. Inobhutnahmen mussten nicht veranlasst werden.
Fundstücke
Bis Sonntag, 6. Oktober 2024, wurden hochgerechnet 3.500 Fundsachen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies voraussichtlich 250 Fundsachen mehr. Darunter waren 700 Geldbeutel, 700 Kleidungsstücke, 500 Ausweise, 315 Smartphones, 450 Bankkarten, 150 Schlüssel, 300 Brillen/Sonnenbrillen, 160 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 60 Regenschirme und 45 Schmuckstücke. Rund 800 Fundsachen konnten noch während der laufenden Wiesn ausgehändigt werden (hochgerechnet). Kurioseste Fundstücke: 16 Lederhosen-Träger, Handschellen aus Leichtmetall, fünf Eheringe, von denen drei bereits wieder abgeholt wurden, eine zahnmedizinische Knirsch-Schiene, diverse Damenschuhpaare, deren Trägerinnen sich ihrer vermutlich entledigt haben und auf Badeschlappen – an den Souvenirständen erhältlich – umgestiegen sind. Der Trend zu Trachtenhüten, den die Souvenirhändler beobachtet haben, spiegelt sich auch in der ungewöhnlich hohen Zahl der abgegebenen Kopfbedeckungen wider.
Strom, Gas, Wasser
Das größte Volksfest der Welt konnte störungsfrei von den Energiespezialisten der SWM abgewickelt werden. Wie 2023 wurde das Oktoberfest zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Die Anzahl der Kunden, die zusätzlich M-Ökostrom aktiv beziehen, hat sich auf dem hohen Niveau von rund 65 Prozent gehalten. Der Stromverbrauch von 2,8 Millionen Kilowattstunden lag hochgerechnet auf 16 Tage um etwa 12 Prozent über dem Verbrauch der Wiesn von 2023. Der Gasverbrauch ist mit 165.000 Kubikmetern um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da dieses Jahr fast alle Koch- und Heizgas Anschlüsse verwendet wurden. Der Mittelbetrieb „Münchner Stubn“ hat ganz auf Gas verzichtet. Der Wasserverbrauch von rund 82.653 Kubikmetern war geringer als 2023 (-2,18 Prozent). Der Verbrauch bei den Trinkbrunnen belief sich insgesamt auf 72 Kubikmeter (Stand 5. Oktober 2024). Der beliebteste Trinkbrunnen lag hinter der Bräurosl mit fast 20 Kubikmetern verbrauchtem Trinkwasser.
KVR – Lebensmittelüberwachung
Die Lebensmittelüberwachung führte in 396 Betrieben insgesamt 1.181 Betriebskontrollen durch. Die Lebensmittelbetriebe wurden mehrmals täglich auf die einwandfreie Betriebs-, Produkt- und Personalhygiene sowie Kennzeichnung kontrolliert. Ebenso gab es Frühkontrollen der ordnungsgemäßen Warenanlieferung (funktionsfähigen Kühlung und Sauberkeit). Mängel bei der Betriebs- und Produkthygiene sowie der betrieblichen Eigenkontrollen wurden unverzüglich beseitigt. Es erfolgten Probenahmen von Lebensmitteln und bei Bedarfsgegenständen. Eingegangenen Beschwerden wurde nachgegangen und die gemeldeten, stets geringfügigen, Mängel unverzüglich abgestellt. Das Kreisverwaltungsreferat teilt mit, dass sich auf der Wiesn ein sehr hoher Hygienestandard etabliert hat.
Gesundheitsreferat
Das Gesundheitsreferat war sehr zufrieden mit der Trinkwasserhygiene, Krugspül-Hygiene und Sauberkeit in den öffentlichen Bereichen. Damit setzte sich der erfolgreiche Trend der Vorjahre fort. Das regelmäßig kontrollierte Wasser an den Trinkwasserbrunnen ist einwandfrei.
TÜV
Der Aufbau der Zelte, Buden und Fahrgeschäfte und die notwendige sicherheitstechnische Prüfung konnte in diesem Jahr, trotz des tödlichen Unfalls am Olympia-Looping und den damit verbundenen Verzögerungen, innerhalb des vorgesehenen Zeitraumes durchgeführt werden.
Zelte und Fahrgeschäfte wurden zusammen mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung wiederholt stichpunktartig unter anderem auf die Einhaltung der Betriebsvorschriften überprüft. Nennenswerte Verstöße wurden nicht festgestellt. Der Verlauf der Wiesn war aus Sicht der technischen Sicherheit ruhig und ereignisarm.
Baureferat - Straßenreinigung
Die tägliche Reinigung des Festplatzes verlief für die Straßenreinigung vollkommen problemlos. Auch tagsüber wurden auf dem Festgelände ein Elektrofahrzeug und eine Kleinkehrmaschine eingesetzt, soweit die Besucherströme dies zuließen. Zusätzlich wurden im Auftrag der Festleitung ein- bis zweimal am Tag die Flächen vor der Bavaria-Statue gereinigt. Im Rahmen der gesamten Flächenreinigung der Feststraßen fielen in der ersten Woche bis einschließlich Freitag insgesamt 28 Tonnen Kehricht und Müllablagerungen an (2023: 22 Tonnen). Angaben zur zweiten Halbzeit liegen nicht vor, größere Veränderungen am Anfall von Kehricht wurden nicht festgestellt.
Abfallwirtschaftsbetrieb
Bis zum 4. Oktober 2024 wurden 802 Tonnen Abfall entsorgt (2023: 820). Seit diesem Jahr übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb auch die Entsorgung von gemischtem Glasbruch.
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Ein bemerkenswerter Einsatz ereignete sich am späten Freitagabend, 4. Oktober 2024: Gegen 22:00 Uhr kam ein junger Mann zum Info-Point der Sanitätswache des Münchener Oktoberfestes und berichtete, dass es einem Freund von ihm sehr schlecht gehe.
Der liege nun, nachdem er 5 bis 6 Maß Bier getrunken habe, bewusstlos auf der Straße. Unverzüglich wurde eine Wiesn-Trage-Mannschaft alarmiert, die von dem Melder zur Einsatzstelle gelotst wurde. An der Einsatzstelle eingetroffen, staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht.
Ein Wiesn-Besucher hatte sich in der Zwischenzeit des Patienten angenommen und sicherte dessen Atemwege. Der Helfer war kein Geringerer als der Wiesn-Chef und Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, Clemens Baumgärtner.
Die Sicherung der Atemwege ist bei Patienten mit eingeschränktem Bewusstsein essenziell, um zu verhindern, dass möglicherweise Erbrochenes angeatmet wird und die Atemwege verlegt, was in letzter Konsequenz zum Erstickungstod führen kann. Der 16-jährige Patient wurde von den Sanitätern zur Ausnüchterung unter Überwachung in das Sanitätszentrum verbracht und in den frühen Morgenstunden des Samstags entlassen.
„Wir wünschen unserem Patienten einen nur gering ausgeprägten Kater und bedanken uns bei Clemens Baumgärtner für seinen vorbildlichen und couragierten Einsatz“, so ein Sprecher der Aicher Ambulanz, die auf dem Oktoberfest die sanitätsdienstliche Absicherung übernommen hat.
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