86. Stuttgarter Frühlingsfest zieht über 1,5 Millionen Besucher an – Erfolgreiche Bilanz für den Cannstatter Wasen
Rekordstimmung auf dem Cannstatter Wasen: Das Stuttgarter Frühlingsfest 2026 begeistert Familien, Schausteller und Veranstalter
Mit einem eindrucksvollen Musikfeuerwerk und mehr als 1,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern ist das 86. Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen erfolgreich zu Ende gegangen. Über 23 Veranstaltungstage hinweg entwickelte sich das weltweit größte Frühlingsfest erneut zu einem der bedeutendsten Events in Baden-Württemberg und lockte Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem Ausland nach Stuttgart.
Die Veranstalter ziehen nach Abschluss des Festes eine durchweg positive Bilanz. Guido von Vacano, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, erklärte, die Besucherzahl gehöre zu den besten Ergebnissen in der Geschichte des Frühlingsfestes. Im Vergleich zum Vorjahr seien zwar geringfügig weniger Menschen auf den Wasen gekommen, dies liege jedoch daran, dass das Frühlingsfest 2025 in die Osterferien gefallen sei. Besonders entscheidend sei laut von Vacano jedoch die hohe Zufriedenheit der Gäste gewesen. Familien, Wirtschaftsvertreter sowie Besucherinnen und Besucher zahlreicher Sonderveranstaltungen hätten das Angebot begeistert angenommen. Zudem habe die internationale Berichterstattung – unter anderem aus Italien und Spanien – die enorme Strahlkraft des Stuttgarter Frühlingsfestes unterstrichen.
Familienfreundliches Frühlingsfest gewinnt weiter an Bedeutung
Das Stuttgarter Frühlingsfest entwickelt sich zunehmend zu einem modernen Freizeit- und Familienevent. Neben traditionellen Wasenbesucherinnen und -besuchern nutzten immer mehr Familien das Fest als Ausflugsziel. Besonders die beliebten Familientage mit vergünstigten Preisen und kostenlosen Aktionen für Kinder erwiesen sich erneut als Publikumsmagnet.
Christian Eisenhardt, Abteilungsleiter des Cannstatter Wasens, erklärte, die drei Familientage seien äußerst erfolgreich verlaufen. Vor allem der vergangene Mittwoch habe mit 33 teilnehmenden Maskottchen einen neuen Rekord aufgestellt. Dies zeige die große Beliebtheit und Wertschätzung des Frühlingsfestes in der gesamten Region. Ziel bleibe es nun, künftig noch mehr Familien auch an ruhigeren Wochentagen auf den Wasen zu bringen.
Vor allem an den Wochenenden verzeichnete das Frühlingsfest einen enormen Besucherandrang. Insbesondere der zweite Samstag gehörte zu den stärksten Tagen der diesjährigen Veranstaltung.
Schausteller und Festwirte ziehen positive Bilanz
Auch Schausteller, Marktkaufleute und Festwirte zeigten sich mit dem Verlauf des Frühlingsfestes zufrieden. Begünstigt wurde die positive Stimmung unter anderem durch das überwiegend gute Wetter sowie die attraktive Platzierung der Fahrgeschäfte und Verkaufsstände auf dem Festgelände.
Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Südwest-Stuttgart, erklärte, dass nahezu alle Schaustellerbetriebe und Marktkaufleute mit den Ergebnissen zufrieden seien. Der traditionelle Krämermarkt stehe zwar zunehmend unter dem Druck des Onlinehandels, werde von den Besucherinnen und Besuchern jedoch weiterhin gut angenommen. Aus Sicht des Verbandes bleibe der Krämermarkt ein unverzichtbarer Bestandteil des Frühlingsfestes.
Auch die Festwirte zogen ein positives Fazit. Marcel Benz, Sprecher der Festwirtinnen und Festwirte, erklärte, die Menschen kämen weiterhin gerne auf das Frühlingsfest, um in den Zelten gemeinsam zu feiern. Besonders positiv bewertete er zudem die Einführung der sogenannten SafeNow-Zonen in allen Festzelten. Dadurch sei die Sicherheits-App deutlich bekannter geworden und habe sich insbesondere bei medizinischen Notfällen bewährt.
Polizei meldet ruhigen und friedlichen Verlauf des Frühlingsfestes
Die Polizei Stuttgart blickt ebenfalls auf ein weitgehend friedliches Frühlingsfest zurück. Jörg Schiebe, Leiter des Polizeireviers Bad Cannstatt, erklärte, die Veranstaltung sei insgesamt sehr ruhig verlaufen. Die Zahl der Straftaten habe im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent reduziert werden können. Dabei habe es sich überwiegend um Delikte aus dem Bereich der verbalen Kommunikation, beispielsweise Bedrohungen, gehandelt.
Schiebe führte die positive Entwicklung insbesondere auf die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure zurück. Bereits ab dem ersten Veranstaltungstag habe die Abstimmung zwischen Polizei, Veranstaltern und Sicherheitsdiensten reibungslos funktioniert.
„Wasenboje“ erneut wichtige Anlaufstelle für Besucherinnen
Einen wichtigen Beitrag zum Sicherheitskonzept leistete erneut die sogenannte „Wasenboje“ der Stadt Stuttgart. Die Einrichtung dient Mädchen, Frauen sowie allen Personen, die sich entsprechend identifizieren, als geschützte Anlaufstelle auf dem Festgelände.
Marc Reinelt, Projektleiter der Wasenboje, erklärte, dass die Zahl der Fälle mit rund 270 Kontakten zwar höher gelegen habe als im Vorjahr. Dies sei jedoch vermutlich auf die gestiegene Bekanntheit des Angebots zurückzuführen. Zudem seien die Mitarbeitenden erstmals direkt auf dem Festplatz unterwegs gewesen, wodurch die Sichtbarkeit weiter erhöht worden sei.
Großes Musikfeuerwerk bildet emotionalen Abschluss
Traditioneller Höhepunkt des 86. Stuttgarter Frühlingsfestes war das große Musikfeuerwerk am Sonntagabend. Der mehrfache Pyrotechnik-Weltmeister Joachim Berner präsentierte gemeinsam mit seinem Team ein spektakuläres Finale über dem Cannstatter Wasen. Begleitet wurde die Show von bekannten Songs internationaler Künstlerinnen und Künstler, darunter Bruno Mars, Taylor Swift, Linkin Park, Europe sowie Bebe Rexha & Faithless. Tausende Besucherinnen und Besucher verfolgten das farbenprächtige Spektakel und sorgten für einen stimmungsvollen Abschluss des diesjährigen Frühlingsfestes.
Bereits jetzt steht auch der Termin für das nächste Frühlingsfest fest: Das 87. Stuttgarter Frühlingsfest wird vom 17. April bis 9. Mai 2027 auf dem Cannstatter Wasen stattfinden.
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